Dr. Jamie L. Gloor mit Emerald Best Dissertation Award ausgezeichnet

Wir freuen uns sehr über eine hochkarätige Auszeichnung einer TUM-Studie zu einem wichtigen Thema: Dr. Jamie L. Gloor vom TUM Lehrstuhl für Forschungs- und Wissenschaftsmanagement ist auf der Academy of Management Conference in Atlanta, USA, mit dem Emerald Best Dissertation Award in der Kategorie „Beste Hausarbeit auf Basis einer Doktorarbeit“ im Bereich Gender & Diversity in Organizations ausgezeichnet worden.

Unter dem Titel „An Inconvenient Truth? Interpersonal and Career Consequences of „Maybe Baby“ Expectations“ gibt die Studie Einblicke in die Situation von Frauen im Frühstadium ihrer Karriere, die von Kollegen und Vorgesetzten benachteiligt oder mit Misstrauen behandelt werden, weil sie schwanger sind oder eventuell Kinder auf die Welt bringen könnten (Maybe Baby).

Diese Gruppe steht enormen beruflichen Nachteilen und Diskrimierung gegenüber. Drei von vier Unternehmen würden eher das Gesetz brechen, als eine schwangere Frau oder Frau im gebärfähigen Alter einzustellen.

Das wichtigste Take-Away der Studie: Kinderlose Frauen berichten am häufigsten unhöfliches Verhalten von Kollegen und Vorgesetzten im Vergleich zu anderen Gruppen (Eltern oder kinderlose Männer). Dabei spielt es keine Rolle, ob die Frauen tatsächlich einen konkreten Kinderwunsch haben oder schwanger sind. Sie werden dennoch negativ und mit Misstrauen behandelt, was weitreichende Konsequenzen bis hin zum Karriereabbruch nach sich ziehen kann.

Statistische Grundlage der Studie lieferte eine Erhebung unter 474 Frauen im Frühstadium ihrer Karriere an 12 Universitäten in der Schweiz. Die Studie in Zusammenarbeit mit Co-Autorinnen Xinxin Li und Sandy Lim von der National University of Singapore und Dr. Anja Feierabend (Universität Zürich) zählte zu den obersten 10 Prozent der anerkannten Arbeiten auf der größten internationalen Management-Konferenz mit über 10.000 Teilnehmern. Wir gratulieren den Autorinnen herzlich zu dieser Auszeichnung.