TUM-Studie beleuchtet den wirtschaftlichen Einfluss von Blockchain-Technologie

Die Blockchain-Technologie ist weitgehend bekannt als Grundlage für sogenannte Kryptowährungen wie Bitcoin. Blockchain, oder „Blockkette“ bezeichnet dezentrale, verschlüsselte Netzwerke, die durch integrierte Verifizierungsprozesse ein hohes Maß an Sicherheit gewähren. Und das weit über die Abwicklung digitaler Währungen hinaus, denn Blockchain hat das Potenzial, zahlreiche Wirtschaftszweige radikal zu verändern.

Das bestätigt auch eine neue Studie der TUM School of Management, deren Ergebnisse gerade in einer aktuellen Forschungsarbeit erhältlich sind. Unter dem Titel „Disrupting Industries With Blockchain: The Industry, Venture Capital Funding, and Regional Distribution of Blockchain Ventures“ beleuchten die TUM-Autoren Maximilian Friedlmaier, Dr. Andranik Tumasjan, und Prof. Dr. Isabell M. Welpe von der Forschungsgruppe Blockchain Research die Tragweite der Technologie.

Die Datengrundlage der Studie – eine der ersten empirischen Untersuchungen zum Thema – lieferten vier Unternehmensdatenbanken zu Start-Up-Unternehmen mit Blockchain-Fokus, welche die Autoren zu einer einzigen Datenbank zusammenfassten. Das ermöglichte qualitative Vergleiche wie die Verteilung der Blockchain-Start-Ups auf unterschiedliche Wirtschaftszweige, Konzentration auf bestimmte Länder und Märkte sowie Finanzierung durch Venture Capital.

Wichtigste Take-Aways der Studie: Blockchain-Start-Ups sind in allen Wirtschaftsbereichen zu finden, konzentrieren sich jedoch vorwiegend auf die Branchen Finanzen und Versicherungen (42,4 Prozent) sowie Informationstechnologie und Kommunikation (36,5 Prozent). In diesen Bereichen ist die Finanzierung von Blockchain-Firmen durch Venture Capital auch am weitesten verbreitet

Als wichtigste Blockchain-Anwendungen fand die Studie Geschäftsprozesse im Finanzwesen, etwa Handel mit Wertpapieren oder digitale Bezahlungsabwicklung in Netzwerken. Im regionalen Vergleich wiesen die USA (32,02 Prozent) und Großbritannien (11,14 Prozent) die höchste geografische Konzentration von Blockchain-Start-Ups auf. Ebenfalls interessant: Ganze 19,39 Prozent der untersuchten Unternehmen gaben keinen festen Unternehmenshauptsitz an, passend zur dezentralisierten Struktur der Blockchain-Technologie.

Der Volltext der Studie „Disrupting Industries With Blockchain: The Industry, Venture Capital Funding, and Regional Distribution of Blockchain Ventures“ ist hier als PDF zum Download erhältlich.

Weitere Information bietet die eigene Website der TUM-Forschungsgruppe Blockchain Research.

 

Executive MBA in Innovation & Business Creation „Class of 2019“ besucht UC Berkeley und Unternehmen in der Bay Area

Hoch motiviert und voller neuer Eindrücke kehrte die „Class of 2019“ des Executive MBA in Innovation & Business Creation von ihrem Study Trip ins kalifornische Berkeley, San Francisco und die Bay Area zurück. Von Ende August bis Anfang September tauchten die Teilnehmer in die einmalige Start-Up-Umgebung und Innovationskultur ein. Hierbei wurde die Gruppe begleitet von Teilnehmern unseres EMBA BIT und EMBA, was super Stimmung und viel gegenseitige Inspiration brachte.

Fünf Tage lang lernten die Teilnehmer am Campus der UC Berkeley unter Leitung von Prof. Jerome Engel den Lean-Innovation-Ansatz und das Startup-Ökosystem der Bay Area näher kennen. Dann war praktisches Engagement gefragt: Die Teilnehmer hatten ihre im Laufe des Semesters ausgearbeiteten Businesskonzepte in Bereichen wie Wearables, MedTech und Food mitgebracht. Diese galt es dann zum Abschluss der ersten Woche vor sieben Investoren, darunter Partner von Venture-Capital-Fonds sowie Business Angels, zu präsentieren. Das brachte viel positives Feedback, wertvolle Ratschläge und nützliche Kontakte.

Anschließend nutzte die Gruppe ein dank des Labor Day Feiertages verlängertes Wochenende zum gemeinsamen Erkunden der Bay Area bei über 30 Grad im Schatten. Die letzten beiden Tage des Auslandsbesuchs waren Firmenbesuchen gewidmet. In San Francisco war die „Class of 2019“ unter anderem bei Shop.co und Node.io zu Gast. Im Silicon Valley boten sich im Rahmen von Besuchen bei Innovationsunternehmen wie Google und Carbon einmalige Gelegenheiten, sich direkt mit Gründern und Führungskräften auszutauschen.

Wir danken den Unternehmen sowie der UC Berkeley und Prof. Jerome Engel für die Gastfreundschaft und exklusiven Einblicke. Prof. Engel wird auch am 28. Oktober nach München kommen, um beim Executive MBA Day in Innnovation & Business Creation eine Vorlesung vor Interessenten zu halten.

Weitere Informationen zum Executive MBA Day in Innovation & Business Creation finden Sie hier.

Executive MBA in Business & IT Vorschau: Modul „IT-Security & Privacy Management“ startet im Oktober

Cyber-Kriminalität, Spionage und Daten-Leaks: Im nächsten Modul des Executive MBA in Business & IT begegnen die Teilnehmer den IT-Risiken und Cyber-Gefahren für Unternehmen. Vom 9. – 13. Oktober 2017 vermittelt unser Modul „IT-Security & Privacy Management“ das Rüstzeug für vorausschauende Führungsentscheidungen im Umgang mit aktuellen Bedrohungen im IT-Bereich.

Diese Bedrohungen können alle Unternehmensbereiche betreffen und erfordern integrierte Ansätze zu ihrer Bewältigung. Den aktuellen Forschungsstand präsentierten die TUM-Experten Prof. Dr. Helmut Krcmar, Academic Director des Executive MBA in Business & IT, und Prof. Dr. Jens Großklags vom Lehrstuhl für Cyber Trust.

Spezieller Fokus des Moduls sind Risiken im Umgang mit privaten Daten von Mitarbeitern und Kunden. Zum Thema „Privacy Management“ lernen die Teilnehmer die neusten Gesetze, Regelungen und Konzepte zum Schutz von Mitarbeiterdaten kennen und nutzen. Experten von Bird & Bird, Osram und der Deutschen Bahn vermitteln Beispiele für gezieltes, unternehmensweites Risikomanagement in enger Zusammenarbeit mit IT-Departments.

Weiterhin steht ein Besuch bei der Munich RE auf dem Programm: Dort gibt Cyber Risk Consultant Oliver Lenze praxisnahe Einblicke in die Handhabung von Cyber Risks bei im Versicherungsunternehmen. „IT-Security & Privacy Management“ wird das erste Modul für all jene Teilnehmenden sein, die im Wintersemester den Studiengang starten.

Weitere Informationen zum Modul „IT-Security & Privacy Management“, das auch als eigenständiges Zertifikatsprogramm gebucht werden kann, finden Sie hier.

Executive MBA in Business & IT Modul „Ownership of Enterprise & Corporate Governance” in St. Gallen

Spannende Einblicke in das Zusammenspiel zwischen modernster Informationstechnik und unternehmerischem Handeln gewährte das Executive MBA in Business & IT Modul „Ownership of Enterprise & Corporate Governance” vom 11. – 15. September am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen in der Schweiz.

Im Mittelpunkt des Moduls, das auch als eigenständiges Zertifikatsprogramm gebucht werden kann, stand die Positionierung von Organisationen in der Wirtschaft und Gesellschaft sowie die dynamischen Triebkräfte, die eine Organisation formen. Am Beispiel des automatisierten Autofahrens erläuterte Prof. Dr. Walter Brenner, Professor für Informationsmanagement an der Universität St. Gallen, den Einfluss neuer Technologien und deren Rolle für die Entwicklung von Unternehmen.

Gelegenheit zum Austausch gaben auch Gastvorträge von Praktikern. Unter anderem vermittelte Andrea Weierich von der Allianz Group ihre Erfahrungen im Einstieg in eine neue Führungsposition sowie dabei auftretende Anforderungen in einem großen Unternehmen.

Customized Programs TUM Santander Management Keys: Dritter Durchlauf erfolgreich abgeschlossen

Unser erfolgreiches Customized Program in enger Zusammenarbeit mit der Santander Consumer Bank AG kam im September 2017 bereits zum dritten Mal erfolgreich zum Abschluss. Das speziell auf die Bedürfnisse von Mitarbeitern im Middle Management konzipierte Programm TUM Santander Management Keys absolvierten diesmal 20 hoch motivierte Teilnehmer, die eng als Gruppe zusammenarbeiteten

Das praxisorientierte Programm vermittelt den Teilnehmern eine internationale Perspektive und bereitet sie auf die Verantwortung leitender Führungspersonen vor. TUM Santander Management Keys besteht aus fünf Modulen, wovon das erste und das letzte an der TUM durchgeführt wurden.

Den Auftakt bildete im Januar 2017 Modul 1 „Strategie und Innovationsmanagement“, gefolgt von Modul 2 „Risikomanagement & Unternehmensbewertung“, Modul 3 „Change Management & Unternehmenskultur“ und Modul 4 „Trust Building & Kommunikation“. Im September endete das Programm in München mit Modul 5 „Führung & Internationale Zusammenarbeit“.

Anhand von aktuellen Beispielen erläuterte Prof. Dr. Helmut Krcmar, Academic Director des Executive MBA in Business & IT, die neusten technischen Entwicklungen und Erkenntnisse der Leadership-Forschung zum Thema „Führen von virtuellen Teams“. Ein weiteres zukunftsorientiertes Thema präsentierte Dr. Prisca Brosi vom TUM Lehrstuhl für Strategie und Organisation mit „Excellence in leadership, good leadership in the world of tomorrow“.
Mit Blick auf die Herausforderung der globalisierten Wirtschaft betonte Dr. Hanjo Gergs die „Rolle interkultureller Kommunikation“ für erfolgreiche Business-Leader in internationalen Unternehmen.
Am 31. August erhielten die Teilnehmer ihre Zertifikate bei einer feierlichen Zeremonie in Weihenstephan zusammen mit dem Personalvorstand.
Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg beim Anwenden der vermittelten Kenntnisse.


Unsere Customized Programs sind firmenspezifische Programme, die das EEC in enger Kooperation mit HR-Verantwortlichen entwickelt und auf individuelle Kundenbedürfnisse zuschneidet. Unter den Customized Programs des Jahres 2017 befinden sich erfolgreiche Fortsetzungen bewährter Modelle sowie einige neue Angebote. Weitere Informationen zu unseren Customized Programs bietet unsere Website.

Executive MBA „Class of 2018“ absolviert Modul „Operations & Supply Chain Management”

Welche Herausforderungen bedeutet die Führung von Lieferketten und Herstellungsprozessen in der globalen Wirtschaft? Die Antworten erarbeitete unsere „Class of 2018“ vom 15. – 19. September 2017 im Elective-Modul „Operations & Supply Chain Management (OSCM)“.

Das Modul ist Teil einer aktuellen Erweiterung des Executive MBA Kurrikulums: In diesem Semester fanden erstmals vier Wahlmodule – Neudeutsch „Electives“ – parallel zu den Pflichtmodulen an der TUM statt. Für unsere EMBA Class of 2018 war es das letzte Präsenzmodul, bevor es im kommenden Semester und dem Erstellen der Master-Arbeiten mit großen Schritten auf den Abschluss zugeht.

Das Modul „Operations & Supply Chain Management“ vertiefte Bereiche wie Prozessmanagement, Lieferkettenmanagement und Beschaffungsmanagement. Als aktuelle Entwicklungen diskutierten die Lektoren Fragen wie der Beitrag neuer Technologien zur Optimierung von Lieferketten. Als Beispiel stand der Einsatz von Drohnen im Lieferdienst zur Debatte, wie er vom E-Commerce-Unternehmen wie Amazon erwägt wird.

Zum Abschluss besuchte die „EMBA Class of 2018“ den TV-Sender Sky in München, den sie bereits zum Auftakt ihres Studiums an der TUM School of Management kennenlernte. Besonderes Highlight waren hierbei Einblicke in den firmeninternen Incubator von Sky, der unter dem Namen „Play“ vor kurzem gestartet ist und bereits die vierte Generation an Start-Ups im Programm betreut.

 

Executive MBA „Class of 2019“ absolviert Modul „Finance & Accounting“ im September

Aktuelle Forschungsergebnisse und praktische Anwendung: Unsere „Class of 2019“ vertiefte vom 7. – 12. September 2017 ihre Kenntnisse zum Thema Unternehmensfinanzierung im Executive MBA Modul „Finance & Accounting“. Hierbei lernten die Teilnehmer nicht nur das Rüstzeug für fundierte finanzielle Entscheidungen, sondern wurden auch aktiv gefordert, ihre neu erworbenen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Die TUM Professoren Prof. Dr. Gunter Friedl und Prof. Dr. Christoph Kaserer sowie Praxisreferenten wie Frank Nagel (Partner bei Deloitte Transactional Services) stellten der Class of 2019 die Grundlagen zu den Themen „Financial Accounting“, „Management Accounting“ und „Corporate Finance & Evaluation“ vor. Diese kamen dann direkt bei einem Overnight Case zum Einsatz.

Und auch das Leadership & Personal Development Programm kam nicht zu kurz: Da es für Führungskräfte im digitalen Zeitalter immer wichtiger wird, sich auch in den neuen Medien sicher zu bewegen, haben unsere Teilnehmer in einem Medientraining gelernt, sich und ihre Ideen im Videoformat wirksam darzustellen.

Am letzten Tag des Moduls war ebenfalls ein überzeugendes Auftreten gefragt. Die Teilnehmer hatten unter Anleitung unseres erfahrenen Kommunikationsexperten Rainer Westermann die Aufgabe, in der Rolle von Unternehmensvorstand, Unternehmenskommunikation, Investor Relations und den Medien eine Bilanzpressekonferenz zu simulieren.

Als besonderes Extra besuchte die „Class of 2019“ das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen, angeleitet von unserem Luft- und Raumfahrtexperten Sergi Ginebrera (EMBA Class of 2018). Dabei gab es einen Blick hinter die Kulissen des Raumfahrtprogramms, etwa die Live-Kommunikation mit der internationalen Raumstation ISS oder dem europäischen Satellitennavigationssystem Galileo.

Wie geht es weiter? Im Oktober absolviert ein Teil der „Class of 2019“ das nächste Grundlagenmodul ihres Executive MBA zum Thema „Innovation, Entrepreneurship & Digital Transformation“. Für die anderen Teilnehmer beginnt bereits die Arbeit an ihren Master-Arbeiten, bevor die Gruppe gemeinsam unsere Partner-Universität Tsinghua University Beijing in China besucht.

Sie haben Interesse am Executive MBA Programm der TUM School of Management? Weitere Informationen bietet die offizielle Seite des Executive MBAs.

Die Zukunft der Executive Education evidenzbasiert gestalten: Gründung der neuen Leadership Research & Development Einheit

Für die Vordenker im Management muss Executive Education heute neu gedacht werden. Aus diesem Grund hat das Executive Education Center eine Einheit gegründet, die als Inkubator Forschungserkenntnisse der TUM und digitale Zukunftstechnologien nutzt, um neue und innovative Lernkonzepte für unsere Programme zu entwickeln.

Ziel der Leadership R&D Unit ist es, Forschungserkenntnisse aus der TUM School of Management mithilfe von innovativen Technologien in unseren Programmen erlebbar zu machen. Unseren Teilnehmenden und Unternehmenspartnern möchten wir dadurch ein ganzheitlich vernetztes Umfeld bieten, das individualisiertes Lernen nahe an der eigenen Arbeitsrealität ermöglicht. Erste Projekte wurden schon gestartet und Teilnehmende unserer Leadership Development Programme können sich schon bald auf neue Formate mit innovativen Lerntechnologien freuen.

Für den Aufbau der Einheit konnten Thomas Münch und Dr. Ellen Schmid gewonnen werden, die nun intensiv mit Lehrstühlen der TUM, Unternehmenspartnern und Technologievordenkern arbeiten werden, um spannende Projekte für die Executive Education der Zukunft zu realisieren.

 

Denken Sie auch über innovatives Lernen nach? Arbeiten Sie mit Zukunftstechnologien oder haben Forschungserkenntnisse, die in unsere Programme einfließen sollten?

Kontaktieren Sie uns!

Dr. Ellen Schmid (ellen.schmid@tum.de) – Head of Leadership Research & Development

Als promovierte Psychologin forscht Ellen dazu, was effektive Führung ausmacht und wie dies in nachhaltige Führungskräfteentwicklung übersetzt werden kann. Der evidenzbasierte Managementansatz prägt seit Jahren ihre Trainertätigkeit in der Executive Education. Nun wird sie diesen Ansatz nutzen, um gemeinsam mit TUM-Lehrstühlen und Unternehmenspartnern innovative Lernkonzepte zu entwickeln.

 

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Thomas Münch (thomas.muench@tum.de) – Senior Manager Digital Innovations & Leadership

Thomas hat zahlreiche Tech-Startups bei ihrer Innovation Journey begleitet und als Restrukturierer die Konsequenzen fehlender Innovationskultur erleben können. Thomas nutzt Business Design-Methoden und Konzepte der Teamentwicklung, um mit Partnern und Innovatoren neue Anwendungsszenarien für digitale Technologien in der Executive Education zu erschließen.

 

 

Die TUM als beste Technische Universität Deutschlands

Auch 2017 ist die TUM laut dem „Shanghai Ranking“ unter den besten Universitäten der Welt. Damit belegt sie als einzige Technische Universität Deutschlands einen Platz in den globalen Top 100.

Das Shanghai Ranking – offiziell Academic Ranking of World Universities (ARWU) – bewertet jährlich Universitäten aus der ganzen Welt nach der Anzahl von Publikationen in wichtigen Fachzeitschriften, Zitationsraten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und der Zahl der Wissenschaftler und Alumni mit Nobelpreisen und Fields Medals.

Global liegt die TUM auf Rang 50 und reiht sich damit direkt hinter die Tsinghua University und das King’s College London ein.

 

Insbesondere durch die zahlreichen Veröffentlichungen vielzitierter Artikel in renommierten und internationalen Fachzeitschriften wurde das hohe Ranking erreicht.

Alle Ergebnisse des Shanghai Rankings finden Sie hier.

Dr. Jamie L. Gloor mit Emerald Best Dissertation Award ausgezeichnet

Wir freuen uns sehr über eine hochkarätige Auszeichnung einer TUM-Studie zu einem wichtigen Thema: Dr. Jamie L. Gloor vom TUM Lehrstuhl für Forschungs- und Wissenschaftsmanagement ist auf der Academy of Management Conference in Atlanta, USA, mit dem Emerald Best Dissertation Award in der Kategorie „Beste Hausarbeit auf Basis einer Doktorarbeit“ im Bereich Gender & Diversity in Organizations ausgezeichnet worden.

Unter dem Titel „An Inconvenient Truth? Interpersonal and Career Consequences of „Maybe Baby“ Expectations“ gibt die Studie Einblicke in die Situation von Frauen im Frühstadium ihrer Karriere, die von Kollegen und Vorgesetzten benachteiligt oder mit Misstrauen behandelt werden, weil sie schwanger sind oder eventuell Kinder auf die Welt bringen könnten (Maybe Baby).

Diese Gruppe steht enormen beruflichen Nachteilen und Diskrimierung gegenüber. Drei von vier Unternehmen würden eher das Gesetz brechen, als eine schwangere Frau oder Frau im gebärfähigen Alter einzustellen.

Das wichtigste Take-Away der Studie: Kinderlose Frauen berichten am häufigsten unhöfliches Verhalten von Kollegen und Vorgesetzten im Vergleich zu anderen Gruppen (Eltern oder kinderlose Männer). Dabei spielt es keine Rolle, ob die Frauen tatsächlich einen konkreten Kinderwunsch haben oder schwanger sind. Sie werden dennoch negativ und mit Misstrauen behandelt, was weitreichende Konsequenzen bis hin zum Karriereabbruch nach sich ziehen kann.

Statistische Grundlage der Studie lieferte eine Erhebung unter 474 Frauen im Frühstadium ihrer Karriere an 12 Universitäten in der Schweiz. Die Studie in Zusammenarbeit mit Co-Autorinnen Xinxin Li und Sandy Lim von der National University of Singapore und Dr. Anja Feierabend (Universität Zürich) zählte zu den obersten 10 Prozent der anerkannten Arbeiten auf der größten internationalen Management-Konferenz mit über 10.000 Teilnehmern. Wir gratulieren den Autorinnen herzlich zu dieser Auszeichnung.