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TUM-Untersuchung bestätigt Zusammenhang zwischen Selbstreflexion und effektivem Führungsverhalten

Reflexion ist ein Schlüsselfaktor auf dem Weg zur besseren Führungskraft. Zu diesem Fazit kommt eine aktuelle Untersuchung der TUM Professur für Forschungs- und Wissenschaftsmanagement. Die Ergebnisse präsentierten die Autorinnen Dr. Kristin Knipfer, Dr. Ellen Schmid, Nadine Ertel und Natascha Kutschenko in einer Forschungsarbeit unter dem Titel „The Reflective Leader: Leadership Learning From Developmental Job Challenges.“

Wichtigstes Take-Away der Untersuchung, die auf dem EAWOP Congress 2017 in Dublin vorgestellt wurde: Führungskräfte meistern die Umsetzung von Trainingsinhalten besser, wenn sie regelmäßig über Erfolge und Verbesserungspotenziale reflektieren und aktiv Feedback zur eigenen Performance einholen. Leider ergab die Untersuchung auch, dass sich die Befragten im Arbeitsalltag nur wenig Zeit zur Selbstreflexion nehmen und selten Feedback einholen – eine klare Aufgabe an Programme zur Entwicklung von Führungskräften.

Denn die an der TUM durchgeführte Studie beweist: Executive MBA-Teilnehmer, die regelmäßig ihre Führungsherausforderungen und ihr Führungsverhalten reflektieren, haben im Mittel signifikant größere Führungskompetenz. Außerdem nennt die Studie regelmäßige Selbstreflexion als zentralen Lernmechanismus, um die Entwicklung von Führungskompetenzen durch konkrete Führungsherausforderungen zu unterstützen.

Internationale Studien bestätigen ebenfalls die starke Korrelation zwischen Reflexion und Führungserfolg: Im Jahr 2014 fand eine Studie von Di Stefano und KollegInnen, dass Führungskräfte mit nur 15 Minuten Selbstreflexion am Ende ihres Arbeitstages ihre Leistung um 25 Prozent steigern können – völlig kostenlos und nachweislich effektiv, wie auch weitere Studien bestätigen.

Direkte Umsetzung in der Executive Education

Diese Forschungsergebnisse fließen bereits als Teil der evidenzbasierten Lehre direkt in die Lehrangebote der TUM Executive Education ein. So kombiniert unser Lehrangebot die Vermittlung von Strategien effektiver Führung mit einer Förderung der Selbstlernprozesse durch systematisches Feedback und strukturierte Reflexion.

Die Professur für Forschungs- und Wissenschaftsmanagement (Dr. Kristin Knipfer, Dr. Ellen Schmid und Prof. Dr. Claudia Peus) unterstützt die Teilnehmenden der MBA Programme in mehreren Sessions ganz gezielt in ihrer persönlichen Entwicklung. Wichtigstes Tool ist das persönliche Führungsprofil, das den individuellen Teilnehmern systematisches Feedback als Grundlage der strukturierten Selbstreflexion zur Hand gibt.

Weitere Informationen zur Studie sowie dem evidenzbasierten Lehransatz bietet die Website der Professur für Forschungs- und Wissenschaftsmanagement.

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